Eröffnungsbilanz

Die Erstellung der kommunalen Eröffnungsbilanz

Mit dem Umstellungsprozess sind die Kommunen aufgefordert, zu Beginn des Jahres, in dem die Geschäftsvorgänge nach dem System der doppelten Buchführung erfasst werden, eine Eröffnungsbilanz aufzustellen -siehe Einführungsgesetz LSA vom 22.03.2006 (GVBL LSA Nr. 10/2006 vom 28.03.2006) sowie § 114 KVG LSA; vormals § 104 b GO LSA Doppik-.

Die Eröffnungsbilanz ist unter Beachtung der kommunalrechtlichen Vorschriften zu erstellen und hat dabei die Tatsächlichkeit der kommunalen Vermögenslage zum Stichtag darzustellen. Dabei ist der Inventarisierung besonderer Aufmerksamkeit zu widmen und diese zu dokumentieren.

Die Erstbilanzierung des Vermögens und Verbindlichkeiten (grundsätzlich aller Bilanzpositionen die sich aus § 46 KomHVO; vormals § 46 GemHVO Doppik ergeben), sind entsprechend den kommunalrechtlichen Vorschriften einzeln zu erfassen und im Anschluss auch einzeln zu bewerten. Dabei ist jeglicher Vermögensgegenstand (definierbarer Gegenstand, der dem Betrieb / der Verwaltung bzw. Produktionsbetrieb zur Erstellung von Leistungen und / oder Produkten selbständig nutzungsfähig zur Verfügung steht), bei der Erstinventarisierung körperlich zu erfassen. Der so erfasste Zustand ist wesentliche Grundlage für die stichtagsbezogene Bewertung des Vermögensgegenstandes.

Bei der durchzuführenden Inventarisierung, ist auf die stringente Einhaltung der kommunalrechtlichen Vorschriften (GO, KomHVO; vormals GemHVO Doppik und InventRL, BewertRL sowie Weitere) zu achten. Es werden mit der Inventarisierung nicht nur die Grundlagen einer prüffähigen Bilanz nebst Dokumentation geschaffen, vielmehr die wesentliche Grundvoraussetzung gebildet, die insbesondere dem Anspruch der Reform gerecht werden.

Es wird deutlich, welcher Aufmerksamkeit der Erstinventur zu widmen ist. Die Eröffnungsbilanz ist Grundvoraussetzung für die Erstellung der zukünftigen Haushaltspläne und zu erstellenden Jahresabschlüsse sowie Grundlage der Steuerung.

 

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